Druckentlastungswerkzeug für den Roboter der Bayer-Werkfeuerwehr  

Kurzfassung

Am Tag der offenen Tür 2008 im Ausbildungsbereich Leverkusen war, wie eigentlich jedes Jahr, die Werkfeuerwehr anwesend und präsentierte ihren „Manipulator“. Ein „Manipulator“ ist ein ferngesteuerter, mit mehreren Kameras versehender Roboter, welcher verschiedene Werkzeuge zum Ausführen verschiedenster Aufgaben aufnehmen kann. In einem Gespräch mit zwei Feuerwehrmännern berichtete man uns u. a., dass leider kein vernünftiges Werkzeug zu erwerben sei, mit welchem man mit Produkt gefüllte Fässer, die in Folge direkter Sonneneinstrahlung unter Druck stehen, entlasten, also anstechen könne. Bisher müsse diese Aufgabe mittels einer selbst gebauten Konstruktion, welche in unmittelbarer Nähe der Fässer, also im direkten Gefahrenbereich, durch einen Feuer-wehrmann von Hand ausgelöst werden muss, ausgeführt werden. Im Verlauf dieses Gesprächs kam uns dann die Idee, ein Werkzeug zu entwickeln und zu konstruieren, welches vom Manipulator aufgenommen und eingesetzt werden kann, die Fässer zu entlasten. Nach mehreren Versuchen mit verschiedensten Werkzeugen, entschieden wir uns einen pneumatischen Schlagzylinder einzusetzen. In mehreren Gesprächen mit der Feuerwehr erfuhren wir, welche Anforderungen das Werkzeug erfüllen muss, um im alltäglichen Einsatzdienst zugelassen zu werden. Dank der Unterstützung unserer Ausbilder wurde uns genügend Zeit zur Verfügung gestellt, das Werkzeug von der Druckversorgung bis hin zur geeigneten Spitze zu entwickeln und genau an den Roboter anzupassen. Ein abschließender Test mit dem Roboter zeigte, dass unsere Arbeit erfolgreich war. Abgesehen von ein paar kleinen Korrekturen, welche noch durchgeführt werden mussten, funktionierte unser Werkzeug einwandfrei.


von Marc Wilke, Andreas Hübner und Marcel Hahmann (Jugend forscht)



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Regionalwettbewerb "Jugend forscht/Schüler experimentieren" Köln, 2008